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Merz beim CSU-Parteitag: Delegierte feiern Aigner – Kanzler unter Zugzwang

Kanzler Merz spricht heute in München vor der CSU. Die Delegierten feierten Ilse Aigner als mögliche Bundespräsidentin – die CDU will weiter eigene Namen ins Spiel bringen.

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Foto: Christian Brecheis / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) tritt am Samstag beim CSU-Parteitag in München auf – und steht nach Einschätzung der Deutschen Presse-Agentur unter Zugzwang. Am Freitag hatte CSU-Chef Markus Söder die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner erneut als Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ins Gespräch gebracht. Die Delegierten jubelten, Aigner stand auf und winkte in den Saal. Söder sagte, er würde es ihr „von Herzen gönnen“, schränkte aber ein: „Die Entscheidung wird woanders gefällt.“ Nach Angaben des Tagesspiegels forderte er die Delegierten auf, ihren Applaus für Aigner am Samstag bei Merz zu wiederholen. Am Abend erklärte Söder in der ARD, die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD müssten gemeinsam einen Vorschlag machen.

Auch andere CSU-Spitzenpolitiker erhöhen den Druck. Landtagsfraktionschef Klaus Holetschek sagte: „Das Zeitfenster ist gekommen, um eine Entscheidung herbeizuführen.“ Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, mahnte: „Bitte jetzt keine Zeit verlieren.“ Aigner selbst betonte: „Der Parteitag wird aber nicht entscheiden über diese Frage.“ Den Jubel wertete sie als „gewisse Bestätigung“. Die Bundesversammlung wählt das neue Staatsoberhaupt am 30. Januar 2027. Ihr gehören die 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso viele Vertreter der Länder an.

Merz hat sich bislang nicht festgelegt und nur erklärt, die Entscheidung falle in der Koalition. Laut dpa will die CDU weiterhin einen eigenen Vorschlag machen; genannt werden unter anderem Karin Prien, Julia Klöckner, Annegret Kramp-Karrenbauer und Boris Rhein. Einem von web.de zitierten Bericht der „FAZ“ zufolge könnte sich Merz am 9. November äußern. Die AfD lehnt Aigner ab: Parteichefin Alice Weidel hatte sie im April als für ihre Partei nicht wählbar bezeichnet. Aigner wäre die erste Frau und das erste CSU-Mitglied an der Spitze des Staates.

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