Berlin --:--Samstag, 24. Oktober 2026
LIVE
DeutschlandNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Deutschland ·

Merz reist nach Japan, Südkorea und Singapur – mit großer Wirtschaftsdelegation

Der Kanzler will kommende Woche die Partnerschaften im Indopazifik stärken. Im Fokus stehen Rohstoffe, Lieferketten, KI und Sicherheit. Steinmeier reist zeitgleich nach China.

Archivbild: Japans Premierministerin Sanae Takaichi und Bundeskanzler Friedrich Merz beim Händedruck am Rande des G20-Treffens 2025

Archivbild · Foto: 内閣広報室 / Cabinet Public Affairs Office / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reist in der kommenden Woche nach Japan, Südkorea und Singapur. Das teilte ein Regierungssprecher am Freitag in Berlin mit, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Ziel sei eine noch engere sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den drei Ländern. Begleitet wird Merz von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation, vor allem aus Industrie, Technologie, Verteidigung und Energie. An jeder Station sind nach Regierungsangaben Vereinbarungen zwischen den Regierungen sowie Abschlüsse von Unternehmen geplant. Einzelheiten zu den Geschäften wurden zunächst nicht genannt.

In Seoul soll Merz am Freitag der kommenden Woche die 19. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft eröffnen. Vorgesehen ist auch ein Besuch der demilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea. In Singapur will der Kanzler eine Grundsatzrede zur deutschen Politik im Indopazifik halten. Inhaltlich geht es um widerstandsfähigere Lieferketten sowie um Zusammenarbeit bei Technologie und Künstlicher Intelligenz. Mit Japan geht es nach Reuters-Angaben auch um Technologie und um Japans Erfahrungen bei der Sicherung kritischer Rohstoffe; das Land hat seine Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen, etwa bei Seltenen Erden, deutlich verringert. Zudem will Merz Investitionen nach Deutschland holen und damit an den Investitionsgipfel in Berlin zu Beginn der Woche anknüpfen.

In derselben Woche reist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach China. Nach Regierungsangaben sind beide Reisen unabhängig voneinander, inhaltlich aber abgestimmt. Ein ähnliches Muster gab es bereits 2022: Damals besuchte Steinmeier vom 31. Oktober bis 5. November Japan und Südkorea, während der damalige Kanzler Olaf Scholz am 4. November nach Peking reiste. Laut Reuters stärkt der Kanzler nach Darstellung des Präsidialamts in einer Zeit globaler Umbrüche die Partnerschaften Deutschlands im Indopazifik.

Mehr aus dem Ressort

← Deutschland