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Nature Climate Change: Regenband im südlichen Afrika könnte doppelt so oft ausschlagen

Klimamodelle zeigen: Extreme Südverlagerungen der Indischen Konvergenzzone, die Fluten auslösen können, könnten im 21. Jahrhundert doppelt so häufig werden.

Symbolbild: Überflutete Landschaft in Mosambik während der Flut im Jahr 2000

Symbolbild · Foto: krugergirl26 / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Für das südliche Afrika könnten extreme Regenereignisse im Zuge der Erderwärmung häufiger und heftiger werden. Das legt eine Studie nahe, die am 20. Oktober in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ erschienen ist; die Zeitschrift stellte sie am 23. Oktober in einer Zusammenfassung („Research Briefing“) vor. Das Team um Haodong Wang, Tao Geng und Xiaopei Lin untersuchte die Südindische Konvergenzzone (SICZ); an welcher Einrichtung das Team arbeitet, geht aus der frei zugänglichen Zusammenfassung nicht hervor. Dieses großräumige Regenband ist eine der wichtigsten Regenquellen für das südliche Afrika. Wenn es sich extrem weit nach Süden verlagert, kann es verheerende Überschwemmungen auslösen.

Nach den Klimamodell-Projektionen der Studie könnten solche extremen Südverlagerungen im 21. Jahrhundert etwa doppelt so oft auftreten wie im 20. Jahrhundert. Zudem könnten sie stärkere Niederschläge mit sich bringen. Als Ursachen nennen die Autoren einen wachsenden Temperaturunterschied zwischen Land und Meer sowie eine polwärts verschobene Verstärkung der atmosphärischen Zirkulation. Wichtig für die Einordnung: Es handelt sich um Modellrechnungen für die Zukunft, nicht um bereits gemessene Veränderungen. Eine Unsicherheitsspanne für die Verdopplung, die Zahl der Modelle oder das Emissionsszenario nennt die frei zugängliche Zusammenfassung nicht; der vollständige Fachartikel ist kostenpflichtig.

Die Studie fügt sich in eine Reihe von Arbeiten zu Klima und Niederschlag in Afrika ein, die das Briefing zitiert, darunter eine Auswertung von Hochwasserereignissen auf dem Kontinent zwischen 1927 und 2020 sowie frühere Modellstudien zu künftigen Veränderungen der Konvergenzzone. Neu ist der Blick auf die Extreme statt auf den Mittelwert. Die Ergebnisse sagen nichts über einzelne vergangene Flutkatastrophen aus; dafür wären eigene Attributionsstudien nötig. Für die Länder der Region, deren Landwirtschaft und Wasserversorgung stark vom Regen abhängen, liefern sie aber Hinweise darauf, wo Vorsorge gegen Hochwasser künftig wichtiger werden könnte.

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