Funkpeiler im Dreierpack: Rocket Lab bringt Hawk-Satelliten mit 98. Electron-Start ins All
Die Electron-Rakete hat drei Satelliten von HawkEye 360 in 520 Kilometer Höhe gebracht. Sie orten Funksignale – etwa von Schiffen oder GPS-Störsendern.

Symbolbild · Foto: NASA Kennedy Space Center / Rocket Lab / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Das US-neuseeländische Raumfahrtunternehmen Rocket Lab hat am Freitag drei Satelliten für den Datenanbieter HawkEye 360 ins All gebracht. Die rund 18 Meter hohe Electron-Rakete hob nach Unternehmensangaben um 20:11 Uhr Ortszeit (9:11 Uhr MESZ) vom Startplatz Launch Complex 1 in Neuseeland ab. Ziel war eine erdnahe Umlaufbahn in 520 Kilometern Höhe. Die Mission trug den Namen „We're Not Hawking Around“. Es war laut Space.com der 98. Start von Rocket Lab insgesamt und der 19. in diesem Jahr; 16 davon waren Electron-Flüge in den Orbit, drei suborbitale Flüge mit der Variante HASTE. Das Unternehmen nähert sich damit nach eigenen Angaben der Marke von 100 Starts.
Die sogenannten Hawk-Satelliten fliegen in Dreiergruppen und fangen Funksignale aus dem gesamten Frequenzspektrum auf. Aus den Daten lassen sich nach Angaben von Rocket Lab etwa Schiffsbewegungen verfolgen, Störsender für Satellitennavigation aufspüren und Radaranlagen beobachten. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Virginia verkauft die Auswertungen unter anderem an die US-Regierung und deren Verbündete. Seit 2018 hat HawkEye 360 laut Space.com fast 50 Satelliten gestartet. Erst zwei Tage zuvor waren drei weitere Hawk-Satelliten mit der Sammelmission Bandwagon-5 von SpaceX ins All geflogen. Für HawkEye 360 war es der dritte Start mit einer Electron.
