„Penguin Colony“ im Test: Lovecraft-Horror aus Sicht einer Pinguinkolonie
Die „Umurangi Generation“-Macher schicken eine Nazi-Expedition von 1939 in die Antarktis. OpenCritic: 75. Starke Story, hakelige Technik.
Foto: ravas51 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Trailer: YouTube · Fellow Traveller · youtube.com
Wertung der Kritik
Wertungen: OpenCritic 75 · The Guardian 4/5
- Plattformen
- PC (Switch 2 angekündigt)
- Studio
- Origame Digital (Fellow Traveller)
- Release
- 16.10.2026
+ Stärken
- Scharfe, politisch klare Geschichte über Kolonialismus
- Ungewöhnliche Perspektive einer Pinguinkolonie
- Starke Erzählstimme und Klangkulisse
- Spaßige Rutschpartien übers Eis
– Schwächen
- Hakelige Steuerung, Kamera und Physik
- Übergroße, störende Ausdaueranzeige
- Dünne Rätsel, mühsames Zurücklaufen
- Bugs bis hin zu Abstürzen
Fazit der Kritik
Erzählerisch eines der eigenwilligsten Spiele des Herbstes – spielerisch und technisch aber mit deutlichen Kanten.
Zusammenfassung veröffentlichter Tests – Quellen unten.
„Penguin Colony“ vom neuseeländischen Studio Origame Digital („Umurangi Generation“) ist seit dem 16. Oktober für PC über Steam, GOG und Humble erhältlich; eine Fassung für Switch 2 hat Publisher Fellow Traveller angekündigt. Bei OpenCritic liegt der Schnitt der Top-Kritiker bei 75 Punkten. Die Spannweite ist groß: The Guardian vergibt 4 von 5, Checkpoint Gaming 8,5 von 10, Screen Rant dagegen nur 6 von 10 und NoobFeed 68 von 100.
Das Spiel greift H. P. Lovecrafts „Berge des Wahnsinns“ auf: Eine Nazi-Expedition sucht 1939 in der Antarktis nach einem Ungeheuer, erzählt von dem scheinbar aus der Zeit gefallenen Gelehrten Howard Blakeley, gesprochen von Lenval Brown. Gesteuert wird eine Pinguinkolonie, deren Arten unterschiedliche Fähigkeiten haben – Küken passen durch Spalten, schwere Tiere drücken Schalter. Gelobt werden die zugespitzte Kritik an Kolonialismus und Mitläufertum, die Erzählstimme, der Sound und die Rutschpartien übers Eis.
Spielerisch hakt es: Aftermath bemängelt wackelige Physik und Geometrie, an denen man hängen bleibt oder von der Karte fällt, eine überflüssige Ausdaueranzeige und viel Zurücklaufen im zweiten Kapitel. NoobFeed nennt die Steuerung zäh, die Rätsel dünn und berichtet von Bugs bis zu Abstürzen. Die Geschichte der sieben Kapitel, rund vier Stunden lang, hält NoobFeed dennoch für herausragend.
