Berlin --:--Samstag, 24. Oktober 2026
LIVE
GamesNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Games ·

Epic-Chef Sweeney greift Valve erneut wegen KI-Kennzeichnung auf Steam an

Tim Sweeney nennt die Pflicht, den Einsatz generativer KI auf Steam offenzulegen, „abscheulich“. Valve hält an der Regel fest.

Archivbild: Epic-Games-Chef Tim Sweeney auf der Game Developers Conference 2016

Archivbild · Foto: Official GDC / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Epic-Games-Chef Tim Sweeney hat Valves Pflicht zur Offenlegung von KI-Inhalten auf Steam erneut scharf kritisiert. In einer Antwort an den Entwickler Matt Workman, der eine KI-Kennzeichnungspflicht im Jahr 2026 „absurd“ nannte, nannte Sweeney es laut GamesRadar+ „abscheulich“, Entwickler zu einer politischen Erklärung zu zwingen, die von einem „Hass-Mob“ gegen sie verwendet werde.

Auf Steam müssen Studios, die generative KI einsetzen, auf der Store-Seite beschreiben, wofür. So steht etwa bei „Call of Duty: Modern Warfare 4“, das Team nutze generative KI-Werkzeuge zur Entwicklung einiger Spielinhalte. Sweeney hatte die Kennzeichnung schon im Juni mit einem „Scharlachroten Buchstaben“ verglichen und als „unverantwortlich“ bezeichnet, weil sie Entwicklern den Erfolg erschwere. Eine neue Stellungnahme von Valve gibt es nicht; in seinen Richtlinien bittet das Unternehmen Entwickler um Rückmeldungen.

Die Debatte fällt in eine Zeit, in der Epic selbst offensiv auf KI setzt: Den überarbeiteten Launcher habe man nach eigenen Angaben per „Vibe Coding“ gebaut, und bei einem Unreal-Engine-Game-Jam wurde die zunächst vorgeschriebene KI-Nutzung wieder freigestellt. Kritiker von KI in Spielen verweisen auf rechtliche, ethische, ökologische und wirtschaftliche Bedenken.

Mehr aus dem Ressort

← Games