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Singapur: Staatliche Dating-App FirstDate hebt die Altersgrenze auf 45 Jahre an

Die Behörde GovTech öffnet ihr Pilotprojekt für Staatsbedienstete bis 45. Statt Wischen gibt es einen Vorschlag pro Runde – vor dem Hintergrund einer Geburtenrate von 0,87.

Symbolbild: Skyline von Singapur an der Marina Bay

Symbolbild · Foto: Bijay Chaurasia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Singapur hilft der Staat bei der Partnersuche. Die Dating-App FirstDate, die am 29. September 2026 als Pilotprojekt der staatlichen Digitalisierungsbehörde GovTech gestartet ist, erweitert ihre Altersspanne von 21 bis 35 auf 21 bis 45 Jahre, berichtete Malay Mail am 21. Oktober. Der Zugang bleibt auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes beschränkt. Die Anmeldung für die erste Runde endete am 5. Oktober, Bewerbungen für die zweite Runde sind bis zum 26. Oktober möglich. Die zunächst engere Spanne sei gewählt worden, weil GovTech in dieser Gruppe die aktivsten Suchenden erwartete; ein kleinerer Kreis erleichtere zudem die Bewertung des Produkts.

FirstDate funktioniert anders als kommerzielle Apps: Statt endlos Profile durchzuwischen, erhalten Nutzer jeweils nur einen Vorschlag – das soll laut GovTech die „Wisch-Müdigkeit“ beenden, schreibt Malay Mail. Die Paare werden mit dem Gale-Shapley-Algorithmus für stabile Zuordnungen gebildet, auf Grundlage eines Fragebogens zu Interessen, Gewohnheiten, Werten und Vorlieben. Beide Seiten haben drei Tage Zeit, sich zu entscheiden; Kontaktdaten werden nur bei beiderseitiger Zustimmung freigegeben. Die Identität wird über das staatliche Login-System Singpass geprüft. Der Algorithmus könne allerdings weder „Chemie“ noch ein Match garantieren, das zu einer Beziehung führt, räumt GovTech laut The Register ein.

Hintergrund ist eine rekordniedrige Geburtenrate. Nach Angaben von Vize-Premier Gan Kim Yong im Parlament sank die zusammengefasste Fruchtbarkeitsrate in Singapur 2025 auf 0,87, nach 0,97 im Jahr 2024, wie Bloomberg im Februar berichtete. Zu den staatlichen Anreizen zählen im Programm „Made for Families“ Zuschüsse zum Wohnungskauf und Steuernachlässe für Eltern, schreibt The Register. Ob die App später einem breiteren Publikum offensteht, ist noch offen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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