Wahlkampf: Jotowa in Wraza zur Armut, Gjurow in Plewen zur Kontrolle der Macht
Präsidentin Ilijana Jotowa forderte, der Haushalt müsse sich auf die Ärmsten konzentrieren. Andrej Gjurow sagte, das Staatsoberhaupt müsse ein Korrektiv der Regierung sein.

Archivbild · Foto: President.bg / Wikimedia Commons, CC BY 2.5 bg (zugeschnitten und skaliert)
Präsidentin Ilijana Jotowa, die sich um eine neue Amtszeit bewirbt, hat in Wraza gefordert, den kommenden Staatshaushalt auf die Menschen in größter Not auszurichten. Nach ihren von der Nachrichtenagentur BTA wiedergegebenen Worten leben rund 30 Prozent der Bulgaren in Armut, deren Bekämpfung nationale Priorität sei. Die Präsidialverwaltung arbeite mit Regierung und Experten vor der Verabschiedung des Haushalts an Lösungen, sagte Jotowa und nannte den Straßenbau im Nordwesten des Landes einen ersten Schritt zur Entwicklung der Region.
Die Lage im Schwarzen Meer bezeichnete Jotowa als besorgniserregend und gefährlich; sie verlangte mehr Luft- und Satellitenüberwachung sowie Drohnenabwehrsysteme. Bulgarien brauche international eine eigene starke Stimme für den Frieden, sie wolle eine Präsidentin des Friedens sein. Zudem rief sie zu politischer Einigkeit, mehr Dialog und Konsens auf.
Herausforderer Andrej Gjurow sagte vor Anhängern in Plewen, der Präsident müsse ein Gegengewicht und Korrektiv der Macht sein – die Regierung unterstützen, wenn sie gut arbeite, und falschen Entscheidungen der Mehrheit entschieden widersprechen. Da von Drohnen getroffene Schiffe nahe der bulgarischen Küste sänken, müsse die Regierung Verantwortung für die Sicherheit übernehmen und informieren statt zu schweigen. Die Präsidentenwahl findet am 25. Oktober statt; in einer Trend-Umfrage von Anfang Oktober lag das Duo Jotowa–Waltschew mit 47,8 Prozent vor Gjurow–Kandew mit 24,6 Prozent.
