Yohji Yamamoto zieht die Mode auseinander: Fäden, Kordeln und rote Fransen
Im Pariser Rathaus zeigte Yohji Yamamoto seine Damenkollektion für Frühjahr/Sommer 2027 – schwarze Volumen, die sich zum Ende hin in Stoffstreifen und lose Stränge auflösen.
Foto: ellenm1 / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Yohji Yamamoto · youtube.com
Der japanische Designer Yohji Yamamoto hat seine Damenkollektion für Frühjahr/Sommer 2027 am 2. Oktober in Paris gezeigt. Schauplatz war laut der Ankündigung des Hauses der Salon de l'Hôtel de Ville, der Festsaal des Pariser Rathauses; die Schau begann um 19 Uhr und wurde live übertragen.
Das Avantgarde-Magazin Iconia zählt 43 Looks. Zu Beginn standen skulpturale Silhouetten in Schwarz und Anthrazit, darunter lange Kleider mit großem Volumen und spiralförmig gesetzten Bahnen. Im weiteren Verlauf legte Yamamoto die Konstruktion offen: Stoffstreifen ragen aus Kleidern und Mänteln, gewebte Flächen lösen sich in lose Stränge auf, Kordeln kreuzen schwarz-weiße Kompositionen. Weiche Strickteile folgen dem Körper und laufen in lange Schleppen aus.
Neben Schwarz setzte der Designer laut Iconia Weiß, Grau und Rot ein; das Rot wurde zum Ende hin stärker, der letzte Look trug üppige rote Fransen über Schwarz. Iconia beschreibt das Prinzip so: „There is a particular kind of disorder that only becomes possible through extreme control“ – eine besondere Unordnung, die erst durch äußerste Kontrolle möglich werde. Das Video zeigt die Schau auf dem offiziellen Kanal des Labels.
