F.P. Journe und Chanel kaufen Uhrenmarke Ebel – für 66,5 Millionen Dollar
Movado verkauft 95 Prozent der Schweizer Traditionsmarke an eine Gruppe um Montres Journe, Chanel und Pierre Jacques. Zum Paket gehört die Villa Turque von Le Corbusier.

Archivbild · Foto: Françoise Sigrist-Friche / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der US-Uhrenkonzern Movado gibt die Schweizer Marke Ebel ab: Für 66,5 Millionen US-Dollar übernimmt eine Investorengruppe 95 Prozent, wie Hodinkee und FashionNetwork berichten. Angeführt wird sie von der Genfer Montres Journe SA des Uhrmachers François-Paul Journe; beteiligt sind Chanel und der Branchenmanager Pierre Jacques, der zuvor De Bethune leitete und Ebel-Chef werden soll. Movado behält 5 Prozent. Der Abschluss wird in den kommenden Monaten erwartet.
Markenrechte, Lagerbestände und weitere Werte – darunter die von Le Corbusier entworfene Villa Turque in La Chaux-de-Fonds – werden zuvor in eine neue Schweizer Tochter ausgegliedert. Ebel wurde 1911 gegründet, gehörte ab 1999 zu LVMH und seit 2004 zu Movado. In den 1980er-Jahren trug Don Johnson als Sonny Crockett in „Miami Vice“ einen Ebel-Chronographen.
Journe sagte laut FashionNetwork, es gehe um „das Produkt, das Produkt, das Produkt“. Frédéric Grangié, Präsident der Uhren- und Schmucksparte von Chanel, sprach von Vertrauen in das langfristige Potenzial der Marke. Chanel hält laut Hodinkee bereits 20 Prozent an F.P. Journe.
