LVMH und Kering verschärfen Schutzregeln für Models – Mindestalter 18
Die Luxuskonzerne erneuern ihre gemeinsame Charta von 2017: Mindestalter 18, Nacktheit nur mit förmlicher Zustimmung, unangekündigte Kontrollen. Gültig ab Paris 2027.

Symbolbild · Foto: mandiberg / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Luxuskonzerne LVMH und Kering haben ihre gemeinsame Charta zum Schutz von Models verschärft. Models, die bei Schauen oder Fotoshootings Erwachsene darstellen, müssen künftig mindestens 18 Jahre alt sein; bei LVMH lag das Mindestalter seit 2017 bei 16, Kering hatte sich bereits 2019 auf 18 festgelegt. Für alle Formen sexueller und geschlechtsbezogener Belästigung, Missbrauch oder Gewalt gilt null Toleranz. Die Regeln gelten offiziell ab der Paris Fashion Week 2027.
Nacktheit, auch teilweise, setzt eine vorherige förmliche Zustimmung und einen eigenen Raum voraus; ein Model darf nie allein mit einem Mitglied des Produktionsteams sein. Hinzu kommen anonyme Meldewege, unangekündigte Kontrollen am Arbeitsplatz sowie Schulungen für Marken, Agenturen und Castingteams.
„Vor fast zehn Jahren“ habe man begonnen, die Branche mitzuverändern, nun sei es „unsere Verantwortung, weiterzugehen“, sagte Kering-Nachhaltigkeitschefin Marie-Claire Daveu laut FashionNetwork. Antoine Arnault von LVMH nannte den Schutz der Models eine gemeinsame Verpflichtung aller Beteiligten der Branche.
