Dior in den Tuilerien: Jonathan Anderson will das schwere Erbe leichter machen
Über dem Brunnen der Tuilerien zeigte Jonathan Anderson seine Frühjahr/Sommer-Kollektion 2027 für Dior – mit Nebel, Plisseeröcken und Chiffon, der wie Tweed aussieht.
Foto: Thomas van de Weerd / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · Christian Dior · youtube.com
Dior hat am 29. September während der Paris Fashion Week seine Damenkollektion im Jardin des Tuileries gezeigt. Der Laufsteg war über dem Brunnen des Parks gebaut, Trockeneis ließ Nebel über das Wasser ziehen, und Bäume schienen aus der Tiefe zu wachsen. Kreativdirektor Jonathan Anderson sprach von „Bäumen am Morgen im Nebel“ und einer Leichtigkeit, die er dem schweren Erbe des Hauses entgegensetzen wolle.
Die Silhouette knüpft an Christian Diors Debüt von 1947 an: kürzere, weite Röcke, betonte Taillen, weichere Schultern. Plissees greifen den Rock des berühmten „Bar“-Kostüms auf, feiner Chiffon ist so bedruckt, dass er wie Tweed oder karierte Wolle wirkt. Dazu kamen transparente Stoffe, Spitze, Federn und metallisch glänzende Hosen. „Ich wollte etwas Romantisches“, sagte Anderson laut AnOther Magazine – und nannte als Gedanken auch Jane Austen.
In der ersten Reihe saßen unter anderem Rihanna, Jennifer Lawrence, Rosalía und Anya Taylor-Joy. Das Haus hat die Schau auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht.
