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Präbiotischer Ballaststoff: Inulin lindert in Studie Knieschmerzen bei Arthrose

In einer sechswöchigen Studie der Universität Nottingham linderte der präbiotische Ballaststoff Knieschmerzen ähnlich wie Physiotherapie. Zudem fanden die Forscher mehr nützliche Stoffe von Darmbakterien.

Ein präbiotischer Ballaststoff hat in einer kleinen Studie Schmerzen bei Kniearthrose gelindert. Das zeigt die randomisierte Studie INSPIRE der Universität Nottingham, erschienen im Fachblatt Nutrients und am 27. Oktober 2026 vorgestellt. Untersucht wurde Inulin – ein pflanzlicher Ballaststoff, der etwa in Zichorienwurzeln und Topinambur steckt. Teilgenommen haben 117 Erwachsene mit Kniearthrose, aufgeteilt in vier Gruppen: Inulin, digital begleitete Physiotherapie-Übungen, beides zusammen oder ein Scheinpräparat.

Nach sechs Wochen linderten Inulin und Physiotherapie jeweils für sich die Knieschmerzen. Nur in der Inulin-Gruppe verbesserte sich aber auch die Griffkraft, und die Schmerzempfindlichkeit sank. Der Ballaststoff erhöhte die Werte von Butyrat – einem Stoff, den Darmbakterien bilden – und des Darmhormons GLP-1; höhere GLP-1-Werte gingen mit besserer Griffkraft einher. In der reinen Inulin-Gruppe brachen 3,6 Prozent der Teilnehmenden ab, in der reinen Physiotherapie-Gruppe 21 Prozent.

Die Forschenden betonen, dass die Studie klein und kurz war und längere Untersuchungen nötig sind. Der Zusammenhang mit GLP-1 ist nur ein statistischer. Ballaststoffe sollten Bewegung oder etablierte Behandlungen laut den Autoren nicht ersetzen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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