Blume bei Lanz: CSU sieht sich im Bund als „Stabilitätsanker“
Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) sieht seine Partei als Halt der Bundesregierung. Die Autorin Juli Zeh hält die Volkspartei alten Zuschnitts für „nicht zu retten“.

Archivbild · Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)
Der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) hat seine Partei in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ als „echten Stabilitätsanker“ im Bund bezeichnet. Der jüngste CSU-Parteitag habe das Motto „Näher am Menschen“ in den Mittelpunkt gestellt. Laut aktuellen Umfragen käme die CSU bei einer bayerischen Landtagswahl auf 36 bis 38 Prozent, sagte Blume.
Nach dem Ergebnis in Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU aus dem Schweriner Landtag fiel, stehe die CSU „immer noch unter Schock“, sagte Blume. Die Frage „Bist du noch gebraucht?“ dürfe sich für eine Volkspartei nicht stellen. „Der größte Freund der Parteien der Extreme sind soziale Netzwerke“, fügte er hinzu.
Die Schriftstellerin Juli Zeh widersprach: „Die Volkspartei alten Zuschnitts ist nicht zu retten.“ Die Menschen trauten der Politik überhaupt nicht mehr zu, Probleme zu lösen. Laut einer im ZDF-Bericht zitierten Forsa-Umfrage sorgen sich 87 Prozent der Deutschen stark oder sehr stark, dass die Bundesregierung überfordert ist.
