Irak verurteilt sieben Franzosen wegen Mitgliedschaft im „Islamischen Staat“
Sechs Männer erhielten lebenslange Haft, die im Irak 20 Jahre bedeutet, einer 15 Jahre. Sie waren im vergangenen Jahr aus Syrien überstellt worden.

Symbolbild · Foto: Synaps commons / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ein irakisches Gericht hat sieben französische Staatsbürger wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz „Islamischer Staat“ verurteilt. Das teilte der Oberste Justizrat des Irak am 27. Oktober mit. Sechs Männer erhielten lebenslange Haft, was nach irakischem Recht 20 Jahren entspricht; ein 24-Jähriger wurde zu 15 Jahren verurteilt. Das Gericht bezeichnete die Verurteilten als „besonders gefährlich wegen ihrer Rolle bei der Bedrohung der nationalen Sicherheit des Irak“. Sie können binnen 30 Tagen Rechtsmittel einlegen; zudem prüft das Kassationsgericht die Urteile von Amts wegen.
Die sieben gehören zu 47 Franzosen, die wegen mutmaßlicher IS-Verbindungen bis zum vergangenen Jahr in Syrien festgehalten und dann in den Irak überstellt wurden. Dort sitzen Tausende mutmaßliche IS-Mitglieder ein, darunter mehr als 5.700, die nach Kämpfen im Januar aus Nordostsyrien verlegt wurden. Ob die Verurteilten nach Frankreich zurückgeführt werden können, ist offen. Vertreter der französischen Botschaft verfolgten den Prozess.
