Stichwahl am 1. November: Auslandsbulgaren wählen erneut – dort lag Gjurow vorn
Jotowa und Gjurow treten am Sonntag in der Stichwahl gegeneinander an. Unter den Auslandsbulgaren gewann Gjurow den ersten Durchgang klar. Die Wahlkommission schickt 280 neue Wahlmaschinen ins Ausland.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Die Bulgarinnen und Bulgaren in Deutschland und anderen Ländern sind am Sonntag, dem 1. November, erneut zur Wahl aufgerufen: In der Stichwahl um das Präsidentenamt treten Amtsinhaberin Ilijana Jotowa und Andrej Gjurow gegeneinander an. Nach Auszählung aller Protokolle kam Jotowa im ersten Durchgang auf 34,8 Prozent, Gjurow auf 32 Prozent, wie der Staatssender BNT unter Berufung auf die Zentrale Wahlkommission (ZIK) berichtet. Die Kommission sollte bis Dienstagabend das amtliche Endergebnis verkünden und die Stichwahl ansetzen.
Unter den Wählern im Ausland ergab sich ein anderes Bild. Dort kam das Kandidatenduo Gjurow/Kandew auf 45,79 Prozent, Jotowa/Waltschew auf 22,79 Prozent und Kostadin Kostadinow auf 11,61 Prozent. Iwelin Michajlow erreichte 6,47 Prozent, 2,89 Prozent der Auslandswähler stimmten für „Ich unterstütze niemanden“. Im Ausland waren die ersten beiden Plätze damit umgekehrt verteilt als im Gesamtergebnis.
Die ZIK bereitet den zweiten Durchgang bereits vor: Die Stimmzettel sind genehmigt, der Druckauftrag ging an die Druckerei der Nationalbank, und für die Wahl im Ausland sollen 280 neue Wahlmaschinen verschickt werden, berichtet BNT unter Berufung auf den Hörfunk BNR. Ombudsfrau Welislawa Deltschewa forderte die ZIK auf, mit zehn konkreten Maßnahmen schon für die Stichwahl barrierefreie Wahllokale sicherzustellen.
