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Rosa Wolken in Nordlondon: Architekt Peter Morris baut sich ein Märchenhaus

Rosa Bögen, türkisfarbene Böden, eine Badewanne auf dem Dach: Das „Cloud House“ in Gospel Oak spaltet die Meinungen. Sein Architekt nennt es einen Liebesbrief an seine Frau.

St Martin's Church in Gospel Oak, London – gegenüber dem „Cloud House“ (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: The National Churches Trust / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Londoner Stadtteil Gospel Oak hat der Architekt Peter Morris zwei versetzt aneinandergebaute Häuser fertiggestellt, eines für sich und seine Partnerin, die Produzentin Emily Kennedy, das andere für einen Nachbarn. Das „Cloud House“ trägt eine wolkenartige, gewellte Dachkante und rosa Putz. Die dekorativen Bögen bestehen laut Dezeen aus Polystyrol mit wasserfester Beschichtung; Morris hat sie selbst gesetzt. Die Farben Rosa und Türkis gehen auf die Hochzeitsreise des Paares nach Miami und dessen Art-déco-Bauten zurück.

Die Bögen zitieren die denkmalgeschützte St Martin's Church gegenüber, die der Architekturhistoriker Nikolaus Pevsner „the craziest of London's Victorian churches“ nannte. Innen setzt Morris auf türkisfarbene Epoxidböden, farbgesättigte Bäder und eine smaragdgrün gestreifte Küche; auf der Dachterrasse steht eine Badewanne. Sein Haus misst 133, das des Nachbarn 165 Quadratmeter. Laut Wallpaper* erstreckte sich das Projekt über zehn Jahre; Morris nennt das Innere „the museum of Peter and Emily“.

Im September war das Haus in der TV-Sendung „Grand Designs“ zu sehen; die Reaktionen sind laut Morris stark gespalten. „I know that not everyone will love the Cloud House as much as we do“, sagte er Dezeen. Ziel sei ein schönes Gebäude gewesen, das „a little moment of joy“ schaffen könne: „In a way this building is an architectural love letter to my wife.“

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