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VdK-Chefin Bentele nennt Pflegereform der Regierung „unverantwortlich“

Der Sozialverband VdK verlangt Nachbesserungen an der Pflegereform. Die Aufteilung der Leistungen in vier Töpfe könne Pflegebedürftige mehr Geld kosten, warnt Präsidentin Verena Bentele.

Archivbild: Verena Bentele, Präsidentin des VdK, 2023

Archivbild · Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

Der Sozialverband VdK fordert die Bundesregierung auf, ihre geplante Pflegereform zu überarbeiten. Die Koalition will die Beiträge zur Pflegeversicherung kurzfristig stabilisieren, indem Leistungen in gemeinsamen Budgets gebündelt werden. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnt in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vor den Folgen: „Die Umgestaltung der Budgets erschwert vielen jetzt den Zugang zu passgenauen Unterstützungsangeboten“, zitiert sie die Nachrichtenagentur dts.

Durch die starre Einteilung in vier Töpfe könnten Pflegebedürftige mehr aus eigener Tasche zahlen müssen, sobald ein Budget aufgebraucht ist. „Das ist unverantwortlich“, sagte Bentele. Sie befürchtet zusätzliche Belastungen für pflegende Angehörige, die funktionierende Versorgungsarrangements umbauen müssten. „Pflegende Angehörige brauchen Vereinfachung und mehr Unterstützung, nicht weniger.“

Der VdK verlangt außerdem, dass der Bund der Pflegeversicherung 5,2 Milliarden Euro an sogenannten Corona-Schulden erstattet – Zusatzleistungen aus der Pandemie, die nie ausgeglichen worden seien. Langfristig fordert der Verband eine einheitliche Pflegeversicherung, in die alle Bürger einzahlen. „Wir brauchen einen neuen Anlauf, um die Finanzierung der Pflege zu klären“, so Bentele.

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