Lebensmittelpreise in Europa: Deutschland knapp 12 Prozent über dem EU-Schnitt
Ein Warenkorb mit 18 Produkten kostet in Deutschland laut Numbeo-Daten 75,20 Euro, im EU-Mittel 69,84 Euro. Am günstigsten ist Rumänien, Brot in Bulgarien kostet ein Drittel des dänischen Preises.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Wie teuer der Wocheneinkauf ist, hängt in Europa stark vom Land ab. Euronews hat dazu am 24.10.2026 die Preisdaten der Plattform Numbeo ausgewertet, die auf Angaben von Nutzern beruhen (Stand: Mitte 2026), und auf einen EU-Durchschnitt von 100 umgerechnet. Deutschland liegt demnach bei 111,6 Punkten, also knapp 12 Prozent über dem EU-Schnitt. Ein Korb aus 18 Grundnahrungsmitteln kostet hier 75,20 Euro, im EU-Mittel 69,84 Euro.
Am günstigsten in der EU ist laut der Auswertung Rumänien mit 66,7 Punkten und einem Warenkorb für 45,90 Euro. Europaweit liegt Moldau mit 57,2 Punkten am unteren Ende, die Schweiz mit 189,2 Punkten und 137,90 Euro am oberen. Für Bulgarien nennt Euronews keinen Gesamtwert, aber ein Beispiel: 500 Gramm frisches Weißbrot kosten dort 1,02 Euro, in Dänemark 3,18 Euro – mehr als das Dreifache. Zugleich geben bulgarische Haushalte mehr als 20 Prozent ihres Budgets für Lebensmittel aus; im EU-Schnitt sind es laut Eurostat 13,6 Prozent.
„Niedrigere Preise bedeuten nicht unbedingt eine bessere Bezahlbarkeit“, sagte Professor Jeremiás Máté Balogh von der Corvinus-Universität. Als wichtige Preistreiber nennen die befragten Fachleute Arbeitskosten und Energie. Diesel bewege „die gesamte Lebensmittelkette, vom Traktor bis zum Lkw, der die Supermärkte beliefert“, sagte Ilaria Benedetti von der Universität Tuscia. Numbeo-Daten sind keine amtliche Statistik und können je nach Zahl der Meldungen schwanken.
Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.
