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Weizen auf Dreimonatstief: Hoffnung auf Ukraine-Gespräche drückt Getreidepreise

An den Rohstoffbörsen sind Weizen, Mais und Zucker deutlich billiger geworden. Händler setzen auf neue Gespräche zwischen Washington, Moskau und Kiew – doch am Schwarzen Meer bleiben Risiken.

Grafik: Weizen auf Dreimonatstief: Hoffnung auf Ukraine-Gespräche drückt Getreidepreise

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Die Preise für Getreide sind in dieser Woche kräftig gefallen. Auslöser war nach einer Analyse von Experten der Sofioter Warenbörse, über die die Nachrichtenagentur BTA berichtet, die grundsätzliche Zustimmung des Kreml, die Dreiergespräche mit Washington und Kiew nach dem 10. November wieder aufzunehmen. Weizen zur Lieferung im Dezember fiel in Chicago auf rund 230 Dollar je Tonne und damit auf ein Dreimonatstief. An der Euronext in Paris sank der Preis an einem Tag um 8,75 Euro auf 232,75 Euro je Tonne.

Belastend wirkten zudem eine große russische Ernte und eine um 13 Prozent angehobene Weizenprognose für Argentinien. Mais kostete in Chicago nach sechs Verlusttagen in Folge rund 181 Dollar je Tonne; in Europa lag der Novemberkontrakt bei etwa 291 bis 295 Euro. Brasilien lieferte im Oktober 1,65 Millionen Tonnen Mais nach Europa, nach rund 200.000 Tonnen ein Jahr zuvor. Auch Zucker gab nach: Rohzucker fiel in New York auf ein Zweiwochentief von etwa 444 Dollar je Tonne.

Risiken bleiben: Laut der Analyse ist Odessa blockiert, die Terminals am Schwarzen Meer stehen nach Drohnenangriffen nahezu still, und Russland sät Wintergetreide so langsam wie seit 2013 nicht. An der Sofioter Warenbörse wurde zuletzt nur noch Futterweizen zu 192 Euro je Tonne nachgefragt.

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