Fortinet stopft kritische Firewall-Lücken – Details erst am 10. November
Erstmals enthält ein Fortinet-Update Korrekturen für Lücken, die KI-gestützte Tests aufgespürt haben. Kunden sollen rasch aktualisieren – Kritiker bemängeln die späte Offenlegung.

Symbolbild · Foto: Premeditated / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Netzwerksicherheitsanbieter Fortinet hat Updates für fünf Produkte veröffentlicht, darunter das Firewall-Betriebssystem FortiOS sowie FortiManager, FortiAnalyzer, FortiMail und FortiAuthenticator. Die Patches vom 21. und 22. Oktober beheben kritische und schwerwiegende Schwachstellen. Fortinet bittet Kunden laut SecurityOnline, die Aktualisierung „als vorrangige Änderung statt als routinemäßige Wartung“ zu behandeln. Für FortiOS sind das etwa die Versionen 8.0.2, 7.6.8, 7.4.13 und 7.2.14.
Nach Angaben von Cybernews ist es die erste Veröffentlichung mit Korrekturen, die Fortinets Testprogramm mit fortgeschrittenen KI-Modellen aufgespürt hat. Beteiligt waren demnach unter anderem Projekte von Anthropic und OpenAI. Sicherheitschef Carl Windsor rief Kunden in einem Blogbeitrag auf, die Updates zügig einzuspielen, zuerst auf aus dem Internet erreichbaren Geräten.
Die CVE-Kennungen und vollständigen Sicherheitshinweise will Fortinet erst am 10. November veröffentlichen – fast drei Wochen nach den Patches. Kritik kommt von der Sicherheitsfirma watchTowr. „Drei Wochen ohne Informationen zu den Schwachstellen geben Angreifern und Forschern einen Spielplatz für die Jagd“, sagte deren Forscher Yordan Ganchev laut Cybernews.
