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22 Starts für eine Mondlandung? Musk widerspricht dem NASA-Sicherheitsgremium

Das NASA-Sicherheitsgremium ASAP rechnet mit rund 22 Starship-Flügen, um den Mondlander zu betanken. SpaceX-Chef Musk hält „6 bis 8“ für realistisch.

Archivbild: Starship-Prototyp SN9 auf der Startrampe in Starbase, 2021

Archivbild · Foto: Jared Krahn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Wie viele Starship-Starts braucht eine Mondlandung? Darüber gibt es Streit zwischen der NASA und SpaceX. In der öffentlichen Quartalssitzung des NASA-Sicherheitsgremiums Aerospace Safety Advisory Panel (ASAP) am Donnerstag sagte das Mitglied und frühere Astronaut Charlie Precourt nach Angaben von Teslarati, die letzte Schätzung liege bei „rund 22 Flügen“. Das Betanken des Landers nannte er ein großes Risiko für Artemis IV – die Mission, die 2028 Astronauten auf den Mond bringen soll.

Hintergrund: Der Mondlander muss im All betankt werden, und jede Treibstofflieferung erfordert einen zusätzlichen Start. Entscheidend ist, wie gut sich tiefkalter Treibstoff zwischen Raumschiffen umfüllen lässt, schreibt The Register. Elon Musk widersprach auf X: Die Zahl sei „viel zu hoch“, tatsächlich werde sie „eher bei 6 bis 8“ liegen. Der Tankplan hängt laut Teslarati vom verbesserten Starship V3 ab – also von Technik, deren Flugerprobung SpaceX noch nicht abgeschlossen hat.

Das Gremium lobte laut The Register zugleich Artemis II und NASA-Chef Jared Isaacman, äußerte aber Sorgen um den künftigen US-Zugang zum Erdorbit, falls SpaceX Falcon und Dragon auslaufen lässt. Boeings Starliner kann demnach frühestens Mitte Januar 2027 unbemannt starten. Ein schriftlicher Bericht soll Anfang nächsten Jahres folgen.

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