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Mercedes-Zulieferer Aios meldet Insolvenz an – rund 300 Jobs in Gefahr

Der saarländische Autozulieferer Aios hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind rund 300 Beschäftigte, vor allem in Überherrn. Die IG Metall schließt neue Streiks nicht aus.

Grafik: Mercedes-Zulieferer Aios meldet Insolvenz an – rund 300 Jobs in Gefahr

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Die Krise der Autozulieferer trifft das Saarland: Die Firma Aios (Automotive Integrated Overhead Systems), die Innenraumteile für Mercedes-Benz liefert, hat einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Das berichtet t-online unter Berufung auf tagesschau.de. Betroffen sind rund 300 Beschäftigte an drei Standorten – etwa 240 am Hauptsitz in Überherrn-Altforweiler sowie kleinere Teams in Bremen und Sindelfingen.

Nach Darstellung der IG Metall hatte die Geschäftsführung bereits im Juni intern vor einer möglichen Insolvenz gewarnt. Die Gewerkschaft forderte daraufhin einen Sozialtarifvertrag und rief im September zu einem Warnstreik auf. Die Geschäftsführung wies den Vorwurf zurück, Gespräche zu verweigern, und warf der Gewerkschaft vor, die Lage für andere Ziele zu nutzen.

Die IG Metall bemängelt, dass bis heute kein Zukunftskonzept für das Werk vorliege. Am Samstag wollte sie mit den Mitgliedern über das weitere Vorgehen beraten; neue Streiks seien „nicht ausgeschlossen“. In Eigenverwaltung behält die bisherige Geschäftsführung die Kontrolle, ein Sachwalter überwacht das Verfahren.

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