Berlin --:--Sonntag, 25. Oktober 2026
LIVE
WirtschaftNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Wirtschaft ·

Biotech-Beschränkungen: China protestiert gegen neue US-Investitionsregeln

Das US-Finanzministerium will Investitionen amerikanischer Firmen in China auch im Biotech-Bereich beschränken. Peking spricht von Diskriminierung und droht mit Gegenmaßnahmen.

Symbolbild: Das Gebäude des US-Finanzministeriums in Washington, 2024

Symbolbild · Foto: 颐园居 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Handelsstreit zwischen den USA und China gibt es neuen Ärger. Das US-Finanzministerium hat in dieser Woche vorgeschlagen, die Beschränkungen für US-Investitionen in China auszuweiten und zu verschärfen. Künftig soll nach Angaben der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA, die sich auf Bloomberg beruft, auch die Biotechnologie zu den sensiblen Technologien zählen, in die US-Kapital in Ländern, die Washington als gegnerisch einstuft, nur eingeschränkt fließen darf. Die Regierung begründet den Schritt mit der nationalen Sicherheit.

Das chinesische Handelsministerium reagierte mit scharfer Kritik. Der Vorschlag widerspreche dem „wichtigen Konsens“ der Präsidenten beider Länder, die Maßnahmen seien diskriminierend und ein typisches Beispiel für eine zu weite Auslegung der nationalen Sicherheit. Peking forderte Washington auf, Handelsfragen nicht zu politisieren und nicht als Waffe einzusetzen. Sie würden die wirtschaftliche Zusammenarbeit und auch die Interessen von US-Unternehmen schädigen. Peking werde die Entwicklung beobachten und behalte sich „angemessene Maßnahmen“ vor.

Laut Bloomberg könnte die Regel die finanziellen Verflechtungen in einer Zeit erschweren, in der US-Pharmakonzerne zunehmend in China nach neuen Wirkstoffen suchen.

Mehr aus dem Ressort

← Wirtschaft