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Huthi greifen Saudi-Arabiens Ölpipeline an – Brent so teuer wie seit April nicht

Die Huthi-Miliz meldet Angriffe auf Ölanlagen in Yanbu, die Raffinerie Rabigh und die Ost-West-Pipeline. Brent ging mit 116,72 Dollar aus der Woche – rund sechs Prozent mehr als vor einer Woche.

Symbolbild: Ölpipelines in der Wüste bei Dschubail, Saudi-Arabien

Symbolbild · Foto: Suresh Babunair / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben am Samstag erneut Energieanlagen in Saudi-Arabien angegriffen. Ziele seien eine Aramco-Anlage in Yanbu, die Raffinerie Rabigh, Pumpstationen und die Ost-West-Pipeline gewesen, außerdem mehrere Flughäfen. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition meldete laut Reuters den Abschuss von zwei ballistischen Raketen in Richtung Yanbu und Taif. Zu den Huthi-Angaben äußerten sich die saudischen Behörden nicht direkt. Die saudische Zivilschutzbehörde meldete Trümmer abgefangener Raketen unter anderem in Dschidda, Taif und Rabigh; ob die Angriffe Ziele trafen, war zunächst unklar.

Am Ölmarkt ist die Nervosität groß. Die Nordseesorte Brent schloss am Freitag bei 116,72 Dollar je Barrel – ein Plus von 3,1 Prozent und der höchste Schlusskurs seit Ende April; im Wochenverlauf stieg sie laut FinanceFeeds um etwa sechs Prozent. Die US-Sorte WTI kostete 103,27 Dollar. Händler fürchten, dass die USA und Israel nach den US-Zwischenwahlen am 3. November neue Angriffe auf den Iran fliegen könnten.

Dass Brent seit Anfang September rund 20 Prozent zugelegt hat, liegt vor allem an einem Risikoaufschlag: Die Mengen durch die Straße von Hormus sind laut dem Analysten Andrew Lipow zuletzt sogar gestiegen. Die US-Energiebehörde EIA schätzt, dass die weltweiten Ölvorräte im dritten Quartal um durchschnittlich 1,9 Millionen Barrel pro Tag gesunken sind.

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