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Ukraine verhängt Sanktionen gegen Zulieferer russischer Raketen – auch Rusal betroffen

Präsident Selenskyj hat Sanktionen gegen 83 Russen und 79 Firmen verhängt, die Material für Raketen, Drohnen und Panzerfahrzeuge liefern sollen. Darunter ist der Aluminiumkonzern Rusal.

Symbolbild: Russisches Raketensystem Iskander bei einer Paradeprobe in Moskau, 2018

Symbolbild · Foto: Dmitriy Fomin from Moscow, Russia / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Ukraine hat neue Sanktionen gegen Zulieferer der russischen Rüstungsindustrie verhängt. Eine erste Liste umfasst nach Angaben des Präsidialamts 51 russische Staatsbürger und 44 Unternehmen, die Material, Ausrüstung und Werkzeuge für Langstreckenraketen wie Iskander, Kalibr, Ch-101 und Kinschal liefern sollen. Eine zweite Liste nennt 32 Personen und 35 Firmen aus Lieferketten für militärische Ausrüstung, darunter Flugzeuge, Panzerfahrzeuge und Drohnen.

Betroffen ist auch der russische Aluminiumkonzern Rusal. Er soll zwischen April 2024 und März 2025 Aluminiumoxid im Wert von 150 Millionen Rubel (etwa 1,8 Millionen Dollar) importiert haben, das an den Rüstungssektor ging. Sanktionsbeauftragter Wladyslaw Wlassjuk sagte, die Ukraine ermittle „systematisch“ an der Waffenproduktion beteiligte Unternehmen und belege sie mit Sanktionen; man arbeite daran, die Maßnahmen auf andere Staaten auszuweiten.

Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR produziert Russland rund 10.000 Drohnen im Monat und hortet etwa 700 ballistische Raketen. Eine UN-Beobachtermission zählte im September mindestens 328 getötete und 2.105 verletzte Zivilisten in der Ukraine – der tödlichste September seit Beginn des Großangriffs.

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