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Israel vor der Wahl am Dienstag: Letzte Umfragen sehen keine Mehrheit für Netanjahu

In den letzten Umfragen vor der Knesset-Wahl kommt Netanjahus Block auf 50 Sitze, das Oppositionslager auf 52 bis 56. Für eine Regierung sind 61 der 120 Mandate nötig.

Symbolbild: Das Knesset-Gebäude in Jerusalem, 2022

Symbolbild · Foto: Clema12 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Israel deutet alles auf ein Patt hin. In den letzten Erhebungen der großen TV-Sender, die vor dem gesetzlichen Umfrageverbot ab Freitag veröffentlicht wurden, kommt das Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jeweils auf 50 Sitze. Das Oppositionslager liegt bei Kan 11 bei 52, bei Channel 13 bei 54 und bei Channel 12 bei 56 Mandaten. Die arabischen Parteien kommen zusammen auf 14 bis 16 Sitze. Stärkste Kraft wäre in allen drei Umfragen die Partei Yashar von Eisenkot mit 22 oder 23 Sitzen vor Netanjahus Likud mit 19 bis 21.

Ein anderes Bild zeichnen die Sender Channel 14 und i24 News, deren Umfragen zuletzt als Ausreißer galten: Dort kommt Netanjahus Koalition im Schnitt auf 61 Sitze. Offen ist auch die Beteiligung der arabischen Bevölkerung: Das Institut Stat-Net hält bis zu 68 bis 69 Prozent für möglich, nach rund 50 Prozent im vergangenen Jahrzehnt. Laut einer Umfrage des Israel Democracy Institute würden 35 Prozent der jüdischen und 46 Prozent der arabischen Israelis bei einem Patt eine Neuwahl bevorzugen.

Am Samstagabend demonstrierten in Tel Aviv Menschen für eine staatliche Untersuchungskommission zum 7. Oktober 2023. Ebenfalls in Tel Aviv wurde laut „Times of Israel“ ein Mann festgenommen, der mutmaßlich das Sicherheitsteam von Oppositionspolitiker Naftali Bennett angegriffen hatte. Eisenkot soll nach Angaben seiner Partei ab Sonntag Personenschutz durch den Inlandsgeheimdienst Schin Bet erhalten.

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