Drohnenkrieg: Tote in Synelnykowe und Belgorod – Brand in Sibirien
Ein russischer Drohnenangriff auf ein Wohnhaus in der Region Dnipropetrowsk tötete drei Menschen. In Belgorod starb nach russischen Angaben ein Zivilist, im 2.500 Kilometer entfernten Omsk brannte ein Werk.

Archivbild · Foto: Wlados1991 / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
In Synelnykowe in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk hat eine russische Drohne am Samstag ein Wohnhaus getroffen. Nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha kamen drei Menschen ums Leben, mindestens zwölf wurden verletzt, darunter ein elfjähriges Mädchen. Im vierten Stock brach ein Feuer aus, auch ein Geschäft und Autos wurden beschädigt. In der Nacht zu Samstag hatte Russland nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe 126 Drohnen gestartet, 61 davon mit Strahlantrieb; 101 seien abgewehrt worden. Landesweit starben binnen eines Tages vier Menschen, 78 wurden verletzt.
Die Ukraine griff in der Nacht zu Sonntag ihrerseits die russische Grenzstadt Belgorod an. Der regionale Krisenstab meldete einen „massiven“ Drohnenangriff auf das Zentrum, ein Zivilist sei getötet und zehn Menschen verletzt worden, darunter ein Sanitäter. Der Monitoring-Kanal Exilenova Plus nannte das geschlossene Einkaufszentrum MegaGRINN als Ziel; unabhängig bestätigt ist das nicht.
Bereits am Samstag meldete der ukrainische Monitoring-Kanal Exilenova Plus einen Brand im petrochemischen Werk Omsky Kauchuk im sibirischen Omsk, rund 2.500 Kilometer von der Ukraine entfernt. Gouverneur Witali Chozenko bestätigte einen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum der Stadt; Beschäftigte seien in Sicherheit gebracht worden. Auch diese Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
