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Audi baut erstes US-Werk: Vier Milliarden Dollar für SUV-Fabrik in Georgia

Audi will im US-Bundesstaat Georgia jährlich 200.000 große SUV bauen. Trump verkündete die Pläne bei einem Auftritt in Perry – und wertet sie als Erfolg seiner Zollpolitik.

Symbolbild: SUV Audi Q7, Modelljahr 2025

Symbolbild · Foto: Alexander Migl / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die VW-Tochter Audi plant ihr erstes Montagewerk in den USA. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump, der das Vorhaben am Samstag bei einer Kundgebung in Perry bei Macon (Georgia) bekanntgab, sollen rund vier Milliarden Dollar investiert und jährlich 200.000 SUV gebaut werden. Audi spricht laut Reuters von etwa 4.500 Arbeitsplätzen. Baubeginn soll im kommenden Jahr sein, die Produktion Anfang der 2030er-Jahre starten. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters sollen dort die Modelle Q7, Q8 und Q9 entstehen.

„Wir planen, unsere größten und hochwertigsten SUV hierher zu bringen und sie hier in Macon, Georgia, zu produzieren“, sagte Audi-Chef Gernot Döllner. Zusätzlich will Audi laut einem US-Regierungsvertreter im Werk von Scout Motors in Blythewood (South Carolina) jährlich 25.000 Fahrzeuge fertigen lassen. Bisher importiert Audi alle Autos für den US-Markt aus Europa oder Mexiko; die Zölle kosteten den Hersteller im vergangenen Jahr nach Reuters-Angaben rund 1,2 Milliarden Euro. Der Absatz in den USA liegt in diesem Jahr 16 Prozent unter Vorjahr.

Der republikanische Senator Bernie Moreno aus Ohio erklärte, Zölle, Deregulierung und Grenzen für Kaliforniens Verbrauchsvorgaben hätten das Werk möglich gemacht. Kritiker verweisen dagegen darauf, dass Zölle die Autopreise erhöht und die handelspolitische Unsicherheit Investitionen verzögert habe. Die Ankündigung fällt in die Schlussphase des Wahlkampfs vor den Zwischenwahlen am 3. November. In Deutschland gilt das Audi-Werk Neckarsulm als einer von vier deutschen VW-Standorten, die nach 2030 geschlossen werden könnten.

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