Berlin --:--Sonntag, 25. Oktober 2026
LIVE
DeutschlandNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Deutschland ·

Söder selbstkritisch: „Fällt einem kein Zacken aus der Krone“

Zum Abschluss des CSU-Parteitags räumt Markus Söder Fehler ein, grenzt die CSU nach rechts und links ab und verlangt von der AfD-Spitze, Rechtsextreme aus der Partei zu drängen.

Archivbild: Markus Söder auf dem CSU-Parteitag in München, 2019

Archivbild · Foto: Patrick Büttgen, phoenix / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

CSU-Chef Markus Söder hat nach dem Parteitag in München ungewohnt selbstkritische Töne angeschlagen. Kritik an schwachen Ergebnissen bei den Kommunalwahlen und an seinen Auftritten in sozialen Netzwerken nannte er im ZDF berechtigt. „Da fällt einem kein Zacken aus der Krone, wenn man mal eingesteht, dass das eine oder andere falsch war“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Samstag. Als Parteivorsitzender müsse er auch die Gefühlslage der Partei aufnehmen.

Die Union sieht Söder unter Druck: „Wir sind bedroht von den Rändern, von rechts außen, von links außen.“ Die CSU wolle „weder was mit Rechts- noch mit Linksextremen zu tun haben“. Bereits am Freitagabend hatte er im „heute journal“ erklärt, das Thema Brandmauer sei „als Wort sicher abgebrannt“; er setze auf die Auseinandersetzung in der Sache statt auf ein Verbot. Die AfD sei „keine normale Partei“. Von Alice Weidel und Tino Chrupalla forderte er, Rechtsextreme und Identitäre aus der Partei zu entfernen – der Trend gehe aber in die Gegenrichtung.

Die Zusammenarbeit mit der CDU nannte Söder „exzellent“. Dass Kanzler Friedrich Merz in seiner Parteitagsrede eine Kandidatur von Ilse Aigner für das Bundespräsidentenamt nicht erwähnte, habe er nicht unmittelbar erwartet. Er wünsche sich für die Bundesversammlung „keine quälenden fünf, sechs Wahlgänge, sondern ein starkes demokratisches Signal“.

Mehr aus dem Ressort

← Deutschland