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Mutmaßlicher Russland-Spion gefasst: Ukrainer soll Rüstungsdaten gesammelt haben

Die Bundesanwaltschaft hat im Landkreis Oder-Spree einen Ukrainer festnehmen lassen. Er soll für einen russischen Geheimdienst Informationen über Panzer, Munition und die NATO-Ostflanke gesammelt haben.

Sitz der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: 2AgentSmith2 / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Beamte des Bundeskriminalamts haben am Donnerstag im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree einen ukrainischen Staatsangehörigen festgenommen. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Sie wirft dem Mann geheimdienstliche Agententätigkeit für einen russischen Nachrichtendienst vor. Ausgelöst wurde die Festnahme durch Erkenntnisse des Bundesamts für Verfassungsschutz. Der Name des Beschuldigten wurde nicht veröffentlicht; bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Nach Darstellung der Ermittler soll der Mann spätestens seit Juli 2025 über einen Mittelsmann Kontakt zu dem russischen Dienst gehabt haben. Er soll militärisch relevante Informationen gesammelt haben, etwa zur Produktion von Panzern, Munition und Sprengstoff sowie zu Personal und militärischen Standorten, die der Sicherung der NATO-Ostflanke dienen. Einen Teil davon soll er aus öffentlich zugänglichen Quellen bezogen haben. „Für andere schöpfte der Beschuldigte gezielt Personen aus der europäischen Rüstungsbranche ab“, erklärte die Bundesanwaltschaft.

Der Beschuldigte soll am Freitag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Dieser entscheidet, ob der Mann in Untersuchungshaft kommt. Weitere Angaben zu seiner Person oder zu dem mutmaßlichen Mittelsmann machten die Behörden zunächst nicht.

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