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Love-Scamming: US-Gesetz verpflichtet Dating-Apps zu Warnungen vor gesperrten Betrügern

Wer mit einem Profil geschrieben hat, das wegen Betrugs gesperrt wurde, soll künftig binnen 24 Stunden gewarnt werden. US-Präsident Trump hat den „Romance Scam Prevention Act“ unterzeichnet.

Das Kapitol in Washington, Sitz des US-Kongresses (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Martin Falbisoner / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

In den USA müssen Dating-Apps und Partnerbörsen ihre Nutzer künftig aktiv warnen, wenn sie Kontakt zu einem mutmaßlichen Betrüger hatten. Präsident Donald Trump unterzeichnete am 20. Oktober den parteiübergreifenden „Romance Scam Prevention Act“, wie das Büro des republikanischen Abgeordneten David Valadao am 21. Oktober mitteilte; der Senat hatte das Gesetz nach Angaben des Recherchenetzwerks ICIJ Ende September einstimmig verabschiedet. Im Senat hatten die Republikanerin Marsha Blackburn und der Demokrat John Hickenlooper die Vorlage unterstützt.

Kern ist eine Benachrichtigungspflicht: Sperrt eine Plattform ein Konto wegen Betrugs, muss sie alle Nutzer, die von diesem Konto Nachrichten erhalten haben, in der Regel binnen 24 Stunden informieren. Die Warnung soll laut ICIJ das gesperrte Konto benennen, angeben, wann zuletzt Nachrichten ausgetauscht wurden, auf eine mögliche falsche Identität hinweisen, davon abraten, Geld oder Finanzdaten zu schicken, und Hilfsangebote nennen. Die Regeln greifen nach einem Jahr; durchsetzen sollen sie die Verbraucherschutzbehörde FTC und die Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten.

Hintergrund sind hohe Schäden: Nach FTC-Daten, die ICIJ zitiert, gingen 2025 in den USA mehr als 70.000 Meldungen zu Love-Scamming ein, der gemeldete Verlust lag bei 1,47 Milliarden Dollar – ein Rekord. Valadao nannte das Gesetz einen „vernünftigen Schritt“ für mehr Sicherheit im Netz, Senatorin Blackburn erklärte, Betrüger hätten es auf Menschen abgesehen, die Gesellschaft suchten. Wie wirksam die Warnungen sind, hängt davon ab, wie schnell Plattformen Betrugskonten erkennen – genau dabei hatte ein Bericht der Minderheit im Gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des Kongresses dem Tinder-Konzern Match Group zuletzt Schwächen vorgeworfen.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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