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Schluss mit der Schaltsekunde: Weltzeit UTC läuft ab Mai 2027 ohne Zusatzsekunden

Die Generalkonferenz für Maß und Gewicht hat in Versailles entschieden: Ab 20. Mai 2027 werden keine Schaltsekunden mehr eingefügt. Zudem soll das Einheitensystem digital werden.

Archivbild: die vier primären Cäsium-Atomuhren der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig

Archivbild · Foto: Pressestelle PTB / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die 28. Generalkonferenz für Maß und Gewicht (CGPM) hat vom 13. bis 15. Oktober in Versailles getagt und am letzten Tag sieben Resolutionen verabschiedet, wie die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) mitteilte. Eine davon betrifft die Weltzeit: Die Koordinierte Weltzeit UTC läuft ab dem 20. Mai 2027 ohne Schaltsekunden. Das Datum fällt auf den Weltmetrologietag, der an die Unterzeichnung der Meterkonvention 1875 erinnert.

Schaltsekunden halten die Atomzeit bisher im Takt der ungleichmäßigen Erdrotation. Künftig darf die Abweichung zwischen beiden bis zu eine Stunde betragen. Damit entfällt laut PTB auch das Risiko einer erstmaligen negativen Schaltsekunde, also einer Sekunde, die abgezogen werden müsste.

Außerdem unterstützt die Konferenz ein maschinenlesbares, digitales Internationales Einheitensystem (SI) und einen digitalen Referenzrahmen für die Dienste der nationalen Metrologieinstitute. Neu ist ein Beobachterstatus für Nicht-Mitgliedsstaaten, die SI und UTC nutzen, sowie für Organisationen wie die Weltorganisation für Meteorologie. PTB-Präsidentin Cornelia Denz wurde erneut in das Internationale Komitee für Maß und Gewicht (CIPM) gewählt.

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