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Calida unter Druck: Markenchefin Irem Aydin will die Wäschemarke neu ordnen

Sinkende Umsätze, ein Halbjahresverlust und ein Aktienkurs von rund 14 Franken: Die Schweizer Wäschemarke setzt auf klare Strukturen, bessere Lieferketten und modernere Kollektionen.

Calida-Geschäft in Mannheim (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Wegavision / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Schweizer Wäsche- und Nachtwäschemarke Calida soll wieder wachsen. Wie die TextilWirtschaft am 21. Oktober berichtete, sollen unter Markenchefin Irem Aydin klare Strukturen, optimierte Lieferketten, moderne Kollektionen und eine konsistente Bildsprache die Marke zurück auf den Wachstumspfad führen. Calida ist die Hauptmarke der börsennotierten Calida Group, zu der auch das französische Dessouslabel Aubade gehört.

Der Handlungsdruck ist groß. Laut TextilWirtschaft sind die Umsätze der Marke rückläufig, im ersten Halbjahr schrieb das Unternehmen einen Nettoverlust. Hinzu kommt eine Schadenersatzklage von Peugeot Frères Industrie, dem Käufer der früheren Tochter Lafuma Mobilier. Die Aktie, die im Februar 2022 noch rund 55 Franken kostete, notiert inzwischen bei etwa 14 Franken.

Die Gruppe versucht zugleich, Anleger zu halten. Ende September beschloss der Verwaltungsrat laut FashionNetwork eine neue Ausschüttungsquote von 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzerngewinns statt bisher 20 bis 30 Prozent. Seit dem 2. Oktober läuft ein Rückkauf von bis zu zwei Prozent der Aktien, spätestens bis Ende Juni 2027. Verwaltungsratspräsident und CEO Thomas Stöcklin sagte dazu: „Mit der neuen Kapitalallokationsstrategie schaffen wir eine ausgewogene Balance.“

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