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Zwei Dan Sullivans auf dem Stimmzettel: Trump droht mit rechtlichen Schritten

Im Senatsrennen in Alaska tritt neben Amtsinhaber Dan S. Sullivan ein Namensvetter an. Trump spricht von „Betrug“ und will den zweiten Kandidaten vom Stimmzettel entfernen lassen.

Kapitol des US-Bundesstaats Alaska in Juneau (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: James Brooks / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

US-Präsident Donald Trump hat wenige Tage vor den Midterms rechtliche Schritte gegen einen Senatskandidaten in Alaska angekündigt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, man prüfe „powerful legal options“, um Daniel J. Sullivan Jr. vom Stimmzettel zu entfernen. Der pensionierte Lehrer aus Petersburg trägt nahezu denselben Namen wie der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan, der seinen Sitz verteidigen will. Trump nannte das Rennen „totally confusing“ und warf den Demokraten vor, den zweiten Sullivan ins Rennen geschickt zu haben. Welche rechtlichen Möglichkeiten er meint, sagte er nicht.

Trump bezeichnete den Vorgang als „CHEATING in an Election“ und kritisierte, ein Gericht habe den „SCAM“ nicht gestoppt. Zugleich erklärte er, Amtsinhaber Dan S. Sullivan liege „by a lot“ vorn. Belege für die Betrugsvorwürfe legte er nicht vor. Laut Newsweek ließ sich Dan J. Sullivan erst bei seiner Kandidatur als Republikaner registrieren; zuvor gehörte er der inzwischen aufgelösten Alaska Independence Party an. Eine Stellungnahme der beiden Kandidaten oder der Demokraten zu Trumps Äußerungen lag zunächst nicht vor.

Der Streit beschäftigte bereits die Justiz. Die Wahlbehörde Alaskas hatte Dan J. Sullivan im Juni nach Beschwerden des Amtsinhabers und republikanischer Gruppen ausgeschlossen, die ihm eine Kandidatur in „bad faith“ vorwarfen. Der Oberste Gerichtshof des Bundesstaats bestätigte jedoch Ende Juni eine Entscheidung, wonach der Ausschluss rechtswidrig war: Die Behörde dürfe keine Anforderungen über die der US-Verfassung hinaus aufstellen. Sullivan sagte damals laut Alaska Beacon: „I'm glad it's over.“ Gewählt wird am 3. November.

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