Supreme Court prüft Losverfahren an Eliteschulen – Eltern sehen Asiaten benachteiligt
Das Oberste US-Gericht nimmt eine Klage gegen das Aufnahmeverfahren von vier Magnet-Mittelschulen in Maryland an. Zwei Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen.

Archivbild · Foto: 颐园居 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Supreme Court der USA will über die Aufnahme an vier begehrten Mittelschulen im Bezirk Montgomery County in Maryland verhandeln. Eine Gruppe überwiegend asiatisch-amerikanischer Eltern wirft dem Schulbezirk vor, sein Verfahren benachteilige gezielt Kinder asiatischer Herkunft, obwohl es die Herkunft nicht erwähnt. Seit dem Schuljahr 2021/22 kommen Fünftklässler, die Kriterien bei Noten, Lesefähigkeit und Tests erfüllen, in einen Pool, dann entscheidet das Los. Die Eltern kritisieren, dass die Schwellen am Niveau der jeweiligen Grundschule gemessen werden.
Eine Bezirksrichterin und das Berufungsgericht hatten die Klage abgewiesen, unter anderem weil asiatisch-amerikanische Schüler unter den Aufgenommenen stärker vertreten seien als unter den Bewerbern. Der Supreme Court soll nun klären, ob Kläger eine zahlenmäßige Benachteiligung der gesamten Gruppe nachweisen müssen. Die Verfassung schütze Schüler als Individuen, nicht als Mitglieder einer ethnischen Gruppe, sagte Anwalt Chris Kieser von der Pacific Legal Foundation. Verhandelt wird 2027, ein Urteil wird bis Ende Juni erwartet.
