Hormus: Revolutionsgarden melden drei Tanker nach Minentreffern – Belege fehlen
Irans Revolutionsgarden behaupten, Minen hätten im Süden der Straße von Hormus drei Tanker gestoppt. Namen der Schiffe nannten sie nicht, unabhängige Bestätigungen gab es zunächst keine.

Archivbild · Foto: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 3rd Class Jonathan Sunderman / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Die Marine der iranischen Revolutionsgarden hat am Dienstag gemeldet, Seeminen hätten drei Tanker auf Routen gestoppt, die Teheran nicht genehmigt habe. Zunächst war von zwei brennenden Schiffen die Rede, später von einem dritten Tanker, der südlich der Straße von Hormus nach einem Minentreffer explodiert sei. Er habe laut AFP mehr als zwei Millionen Barrel Rohöl geladen und Radar sowie Navigationssysteme abgeschaltet. Jede Bewegung, die die Sicherheit der Meerenge missachte, werde entschlossen beantwortet, erklärte die Marine laut dem Staatssender IRIB, wie die Agentur Anadolu berichtete.
Schiffsnamen, Flaggen, Besatzungen oder mögliche Opfer nannten die Revolutionsgarden nicht. Das Fachportal gCaptain weist darauf hin, dass sich frühere Minenmeldungen nicht belegen ließen: Das maritime Informationszentrum JMIC erklärte am 18. Oktober zu Angaben vom Vortag, es gebe dafür keine Bestätigung. Wann sich die gemeldeten Treffer ereignet haben sollen, ließen die Revolutionsgarden offen. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge lag zuletzt rund 70 Prozent unter dem Vorkriegsniveau.
