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Vibration bei Überlastung: Frankfurter Forscher entwickelt smarte Orthesen-Sohle

Eine Sensor-Einlegesohle, ein vernetzter Rollator und eine App: An der Frankfurt UAS sind Geräte entstanden, die Menschen mit Fußproblemen warnen, wenn sie den Fuß zu stark belasten.

Symbolbild: Unterschenkel-Fuß-Orthese

Symbolbild · Foto: Pagemaker787 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Smarte Geräte sollen Menschen mit Fußverletzungen oder eingeschränkter Fußfunktion im Alltag helfen. Das hat Stefan Resch im Mixed-Reality-Labor der Frankfurt University of Applied Sciences in seiner Doktorarbeit untersucht, die er gemeinsam mit der Universidad de Cádiz in Spanien anfertigte. Die Hochschule stellte die Ergebnisse am Dienstag vor. Zielgruppe sind etwa Menschen, die eine Orthese tragen, oder Menschen mit einer Polyneuropathie an den Füßen, wie sie zum Beispiel bei Diabetes auftreten kann.

Resch entwickelte eine Einlegesohle für eine Fußorthese mit kraftempfindlichen Sensoren, eigener Platine und Akku sowie einen vernetzten Rollator mit Sensoren und Vibrationsmodulen im Griff. Wird der Fuß zu stark belastet, meldet sich das System mit einer Vibration. Eine Smartphone-App zeigt die Druckverteilung unter der Fußsohle als farbige Wärmekarte und führt ein Gehtagebuch, in dem Gangdaten und Schmerzstärke festgehalten werden. Weitere Studien befassten sich mit Mixed Reality, etwa mit einem Avatar, der in die App einführt.

Außerdem untersuchte Resch, wie generative KI beim Entwurf von Orthesen helfen kann und wie solche Entwürfe wahrgenommen werden. „Die technisch beste Orthese bringt nichts, wenn Menschen sie nicht tragen wollen“, sagte er. Bis zu einer marktfähigen Orthese sei es aber noch ein weiter Weg. Die Leiterin des Labors, Diana Völz, sprach von einem großen Schritt für die Forschung zur Mensch-Technik-Interaktion in der personalisierten Medizintechnik.

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