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Junge Ärzte protestieren erneut – Ministerium bietet Assistenzärzten 1550 Euro

Medizinstudenten und junge Ärzte forderten vor dem Gesundheitsministerium bessere Bedingungen und Löhne. Ministerin Iwkowa versprach, die Forderungen zu erfüllen.

Archivbild (2009): Medizinische Universität Sofia

Archivbild · Foto: Apostoloff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Medizinstudenten und junge Ärzte haben am Dienstagabend erneut vor dem Gesundheitsministerium in Sofia protestiert. Organisiert wurde die Aktion von der Initiative „Zukunft in Bulgarien“. Die Teilnehmer fordern bessere Arbeitsbedingungen, höhere Gehälter und echte Karriereperspektiven im Land, damit junge Mediziner nicht ins Ausland abwandern. Laut der Nachrichtenagentur BTA verdienen Berufseinsteiger derzeit zwischen 700 und 1000 Euro im Monat. Die Organisatoren wollen hohe Grundgehälter statt zusätzlicher finanzieller Anreize.

Konstantin Kostow verlangte Änderungen an der Verordnung Nr. 1, die die Facharztausbildung regelt, sowie höhere Gehälter für Assistenzärzte und das übrige medizinische Personal. Gefordert werden zudem eine Digitalisierung des Verfahrens und ein einheitliches Portal für Weiterbildungsstellen mit transparenten Bedingungen, über das alle Bewerbungen laufen. Sina Gratschanliewa sagte, Medizinstudenten und bulgarische Ärzte verdienten es, vom Staat für ihre Arbeit gewürdigt zu werden. „Sehr viele Kollegen geben die Medizin sogar ganz auf“, sagte die Ärztin Beloslawa Tomowa.

Gesundheitsministerin Katja Iwkowa sagte vor dem Protest, sie respektiere das Demonstrationsrecht, die Forderungen seien gerecht und würden erfüllt. Sie hoffe, dass die Energie der jungen Leute nicht für politische Zwecke genutzt werde. Ihr Ministerium habe eine Verordnung ausgearbeitet, nach der Assistenzärzte auf staatlich finanzierten Stellen 1550 Euro im Monat erhalten sollen. Ministerpräsident Rumen Radew versprach später am Tag auf einem Ärzteforum moderne Arbeitsbedingungen und mehr Geld für die Gehälter junger Mediziner.

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