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Möbel wie ein schlecht geladenes Bild: Jonas Hejduk webt verpixelte Perserteppiche

Der französische Designer macht Teppiche, Bänke und Tapeten absichtlich unscharf – als Antwort auf Fotorealismus, KI und Algorithmen. Vorbild ist die Grafik alter Videospiele.

Der historische Ardabil-Teppich (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: unbekannt (gemeinfrei) / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Der französische Designer Jonas Hejduk entwirft Einrichtungsgegenstände, die aussehen wie stark komprimierte Digitalbilder. Zu seinen Arbeiten gehören ein verschwommener Perserteppich mit dem Titel „Traditional-rug-1.jpeg“ und ein Teppich in Tigerfell-Optik aus der Kollektion „Crash.jpeg“; eine Bank namens „Log-texture-1.jpeg“ ist mit unscharfer Rindenstruktur bezogen und erinnert an Baumstämme aus Videospielen der 1990er-Jahre. In die Teppiche sind Dateiname und Dateigröße eingewebt.

Für die Teppiche reduziert Hejduk ein hochaufgelöstes Muster gezielt in der Auflösung und lässt es dann auf einem computergesteuerten Jacquard-Webstuhl aus Wolle und Baumwolle weben. Laut seiner Website wird in Rotterdam entworfen und gemeinsam mit EE Exclusives in Heeze in den Niederlanden produziert; der Perserteppich misst 220 mal 150 Zentimeter und ist auf sieben Exemplare limitiert.

Hejduk stellt seine Arbeiten bewusst gegen Fotorealismus und künstliche Intelligenz; für die Algorithmen sozialer Netzwerke wirkten sie veraltet, sagt er. Gegenüber Dezeen bezeichnete er sie als „Objekte der Trauer und des Widerstands“. Neben Möbeln entstehen in derselben Ästhetik auch Keramik, Kleidung, Bettwäsche und Tapeten.

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