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Bericht: Microsoft steigt aus KI-Rechenzentrum in Essex aus – Projekt mit Stromproblemen

Microsoft sollte im englischen Loughton rund 23.000 Nvidia-Chips des Anbieters Nscale mieten. Laut „Telegraph“ ist der Konzern abgesprungen – ein Rückschlag für Nscale kurz vor dem geplanten Börsengang.

Archivbild: die High Road in Loughton in der englischen Grafschaft Essex

Archivbild · Foto: Peter Trimming / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Microsoft hat sich nach einem Bericht der britischen Zeitung „The Telegraph“ aus einem geplanten Rechenzentrum des KI-Infrastrukturanbieters Nscale in Loughton in der Grafschaft Essex zurückgezogen. Der Konzern sollte dort als Hauptmieter rund 23.000 KI-Chips von Nvidia nutzen. Einen konkreten Grund nannte die Zeitung nicht; das Projekt kämpfte jedoch mit Verzögerungen und Problemen bei der Stromversorgung – Nscale wurde demnach mitgeteilt, dass ein Netzanschluss womöglich erst in den 2030er-Jahren kommt.

Microsoft äußerte sich zunächst nicht öffentlich. Nscale erklärte laut Investing.com, man halte am Standort Loughton fest und prüfe alternative Stromquellen sowie einen weiteren Ausbau in Großbritannien. Die Beziehung zu Microsoft bleibe stark, andere Verträge seien von den Stromproblemen nicht betroffen.

Der Rückschlag trifft Nscale vor dem geplanten Börsengang in New York, bei dem bis zu drei Milliarden Dollar eingesammelt werden könnten. Laut Börsenprospekt entfallen rund 85 Prozent der Verträge auf Microsoft und Anthropic. Auch Nscales Vorzeigeprojekt in Norwegen liegt nach dem Bericht rund sechs Monate hinter dem Zeitplan: Von geplanten 30 Megawatt sind 6,4 in Betrieb.

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