Acht US-Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen Risiken von ChatGPT für Jugendliche
Iowa, Kansas, Arizona und fünf weitere Staaten werfen dem Konzern vor, über die Sicherheit des Chatbots getäuscht zu haben. OpenAI verweist auf seinen Altersschutz.

Archivbild · Foto: WilliamJHendrixKS / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Generalstaatsanwälte von Arizona, Arkansas, Idaho, Iowa, Kansas, Montana, Nebraska und West Virginia haben am Mittwoch jeweils vor Gerichten ihrer Bundesstaaten Klage gegen OpenAI eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen vor, ChatGPT so gestaltet zu haben, dass der Chatbot Nutzern nach dem Mund rede, Wahnvorstellungen bestärke und auch Jugendliche zu gefährlichem Verhalten ermutige. Damit verstoße OpenAI gegen Verbraucherschutzgesetze und gefährde die öffentliche Gesundheit.
Die Staaten fordern gerichtlich angeordnete Änderungen an ChatGPT, Geldstrafen und Schadenersatz – und ein Verbot, KI-Modelle zu entwickeln, die sich selbst verbessern können, solange OpenAI nicht sicherstellt, dass sie menschlichen Werten folgen. Iowas Generalstaatsanwältin Brenna Bird sagte, OpenAI habe als Erster auf dem Markt sein wollen. Ihr Kollege Kris Kobach aus Kansas betonte, Staaten schlössen sich für eine Klage gewöhnlich nur zusammen, wenn es „wirklich, wirklich wichtig“ sei.
Ein OpenAI-Sprecher erklärte, das Unternehmen habe branchenführende altersspezifische Schutzfunktionen in sein Produkt eingebaut, die vielen anderen KI-Produkten fehlten. Florida hatte im Juni als erster Bundesstaat eine ähnliche Klage eingereicht; zudem ist OpenAI mit zahlreichen privaten Klagen konfrontiert. Über die Vorwürfe haben die Gerichte noch nicht entschieden.
