Nach Asos: H&M prüft Berichte über Hackerangriff, Whistles-Mutter TFG bestätigt Vorfall
Eine Hackergruppe behauptet, Daten von H&M erbeutet zu haben – der Konzern prüft. Bei TFG London mit Whistles, Phase Eight und Hobbs ruht der Onlinehandel vorerst.

Symbolbild · Foto: bfishadow / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der schwedische Modekonzern H&M prüft Berichte über einen möglichen Cyberangriff. Nach Angaben von Cybernews behauptet die Gruppe Shinyhunters, Zugriff auf Datenbanken mit Lager-, Logistik- und Verkaufsdaten sowie auf Angaben zur Infrastruktur von Filialen und Auftragsabwicklung gehabt zu haben. Ein Sprecher sagte der Londoner Times: „We are aware of the claims circulating online regarding a potential cybersecurity incident“; betroffen sei die Behauptungen bezögen sich auf einen begrenzten Teil der Konzerndaten. Hinweise auf eine Kompromittierung habe H&M bislang nicht gefunden. Bestätigt ist der Angriff nicht.
Bestätigt hat dagegen der südafrikanische Händler TFG einen Vorfall bei seiner britischen Tochter TFG London mit den Marken Whistles, Phase Eight und Hobbs. Der Angriff wurde laut FashionNetwork am Sonntag, dem 11. Oktober, entdeckt und störte einige IT-Systeme. Die Läden sind geöffnet, Onlinebestellungen aber vorsorglich ausgesetzt. Zahlungsdaten seien nach derzeitigem Stand nicht gefährdet, teilte TFG mit; externe Fachleute und die britischen Behörden sind eingeschaltet.
Erst in der Vorwoche hatte der Onlinehändler Asos einen unbefugten Zugriff auf persönliche Daten bestätigt. Laut FashionNetwork vermuten Quellen der Times, dass hinter den Behauptungen gegen H&M dieselbe Gruppe steckt wie hinter dem Asos-Angriff. Die Modebranche ist seit 2025 wiederholt Ziel solcher Angriffe; betroffen waren unter anderem Marks & Spencer, Adidas, Harrods sowie Marken von LVMH und Kering.
