Wohnungspreise: Bulgarien mit dem zweitstärksten Anstieg in der EU
Laut Eurostat (Stand 01.10.2026) stiegen die Hauspreise in Bulgarien im zweiten Quartal 2026 um 15,5 Prozent zum Vorjahr – nur in Portugal stärker. Deutschland: plus 0,6 Prozent.

Archivbild · Foto: Sami C / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wohnimmobilien in Bulgarien verteuern sich weiter deutlich schneller als im EU-Schnitt. Laut dem Hauspreisindex der EU-Statistikbehörde Eurostat (veröffentlicht am 1. Oktober 2026) lagen die Preise im zweiten Quartal 2026 um 15,5 Prozent über dem Vorjahresquartal. Das war der zweithöchste Anstieg in der EU nach Portugal mit 16,5 Prozent und vor Litauen mit 14,3 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 betrug das Plus in Bulgarien 4,5 Prozent – auch hier lag nur Litauen mit 5,0 Prozent vorn.
Zum Vergleich: In der gesamten EU stiegen die Hauspreise laut Eurostat binnen eines Jahres um 4,7 Prozent, im Euroraum um 4,0 Prozent. In Deutschland betrug der Anstieg lediglich 0,6 Prozent zum Vorjahr und 0,3 Prozent zum Vorquartal. Gesunken sind die Preise im Jahresvergleich nur in Finnland (minus 2,7 Prozent), Luxemburg (minus 2,2 Prozent) und Frankreich (minus 0,8 Prozent). Damit stiegen die Preise in Bulgarien mehr als dreimal so schnell wie im EU-Durchschnitt.
In einer weiteren Auswertung vergleicht Eurostat das zweite Quartal 2026 mit dem Jahresdurchschnitt 2025. Danach liegt Bulgarien mit plus 14,3 Prozent sogar an der Spitze der EU, knapp vor Portugal mit 14,2 Prozent. Die Mieten stiegen EU-weit binnen eines Jahres um 3,0 Prozent; einen Wert für Bulgarien nennt diese Veröffentlichung nicht. Die nächsten Daten, für das dritte Quartal, will Eurostat am 11. Januar 2027 vorlegen.
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