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AfD-Dinner bei „Compact“: Wagenknecht nennt es „völlig daneben“ – Fraktion bedauert

Nach dem gemeinsamen Abendessen mit AfD-Politikern in Magdeburg rudert die BSW-Fraktion Sachsen-Anhalt zurück. Gründerin Wagenknecht übt scharfe Kritik, Varwick fordert eine Kurskorrektur.

Die BSW-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt hat ihre Teilnahme an einem Abendessen mit AfD-Politikern bei der Eröffnung eines „Compact“-Fernsehstudios in Magdeburg als Fehler bezeichnet. „Es war unklug, auch zum anschließenden Essen zu bleiben. Wir bedauern den Fehler, so etwas wird sich nicht wiederholen“, sagte Fraktionsvize Claudia Wittig dem „Spiegel“. Am Vortag hatte sie das Treffen auf X noch verteidigt. An dem Termin am 8. Oktober nahmen alle fünf BSW-Abgeordneten teil, von der AfD unter anderem Landtagspräsident Tobias Rausch und Fraktionschef Oliver Kirchner.

Parteigründerin Sahra Wagenknecht sagte dem „Spiegel“: „Gemeinsame Dinner sind völlig daneben.“ Gespräche mit allen Parteien im Parlament seien aber richtig. Johannes Varwick, Mitglied der Grundwertekommission des BSW, schrieb auf X: „Ich erwarte von der Bundespartei eine Kursdebatte und Korrektur.“ Der Verfassungsschutz stuft die Compact-Magazin GmbH als gesichert rechtsextremistisch ein. AfD und BSW haben im Magdeburger Landtag einen gemeinsamen Antrag gegen die Russland-Sanktionen eingebracht, der am 14. Oktober in einer Sondersitzung beraten werden soll.

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