Zwei Bullaugen, zwei Uhrwerke: Louis Erard und Vianney Halter zitieren die „Antiqua“
Für ihre dritte Zusammenarbeit greifen Louis Erard und Vianney Halter auf Halters Antiqua von 1998 zurück. Stunden und Sekunden laufen in zwei Bullaugen – angetrieben von zwei getrennten Werken.

Symbolbild · Foto: Pittigrilli / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Schweizer Marke Louis Erard und der unabhängige Uhrmacher Vianney Halter haben ihre dritte gemeinsame Uhr vorgestellt, die „Futur Antérieur“. Vorbild ist laut Monochrome Watches Halters ewiger Kalender „Antiqua“, der 1998 in Basel als Prototyp gezeigt wurde und mit genieteten Bullaugen an Steampunk erinnert. Die beiden früheren Kooperationen von 2020 und 2024 waren Regulator-Uhren.
Das neue Stahlgehäuse misst laut Monochrome 38 Millimeter und ist 8,85 Millimeter hoch; Stunden und Minuten sowie die Sekunde sitzen in zwei diagonal versetzten, genieteten Bullaugen. Jede Anzeige hat ein eigenes Sellita-Automatikwerk; laut Deployant sind die beiden Werke nicht mechanisch verbunden. Es gibt eine goldfarbene und eine silberne Version mit je 178 Stück sowie 78 Sets mit beiden Uhren.
Die Fachpresse lobt die Gestaltung, sieht die Lösung mit zwei Werken aber teils kritisch. Worn & Wound nennt sie „auf ihre Weise unecht“, weil ein Werk nur den Sekundenzeiger antreibt. Revolution schreibt, zwei Werke in einer Uhr seien meist nicht die wünschenswerteste Lösung, hier aber angesichts von Gehäuse und Zifferblättern verzeihlich.
