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Fusionsforschung: Wendelstein 7-X in Greifswald startet neue Experimentrunde

Der weltgrößte Stellarator läuft wieder: Bis 10. Dezember und ab Februar wird meist an drei Tagen pro Woche experimentiert. Aus über 600 Vorschlägen wurden rund 250 Experimente vorrangig eingeplant.

Am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald läuft die Fusionsanlage Wendelstein 7-X wieder – der weltweit größte Stellarator. Nachdem die Anlage von April bis September hochgefahren wurde, hat eine neue Experimentkampagne in zwei Teilen begonnen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur am 26. Oktober: Der erste Teil dauert bis zum 10. Dezember, der zweite von Februar bis Ende April. Experimentiert wird in der Regel an drei Tagen pro Woche; ausgewertet werden die Daten nach der Kampagne.

Für die Kampagne wurden mehr als 600 Experimentvorschläge eingereicht, rund 250 erhielten hohe Priorität. Im Mittelpunkt stehen die Steuerung des mehrere Millionen Grad heißen Plasmas und die Belastung der Materialien. Ein neuer Rekord sei „kein erklärtes Ziel, aber möglich“, so das IPP. Im Mai 2025 hatte die Anlage beim sogenannten Tripelprodukt einen Rekordwert für Anlagen ihrer Bauart erreicht.

Nach der Kampagne folgt eine längere Wartungsphase bis Ende April 2028; neue Experimente werden für September 2028 erwartet. „Wir werden die Mikrowellen-Heizung von Wendelstein 7-X in den kommenden Jahren deutlich ausbauen und verstärken“, kündigte das Institut an. Bis 2029 soll genug Heizleistung installiert sein, Ziel ist ein Plasma von etwa einer halben Stunde Dauer. Wendelstein 7-X ist selbst kein Kraftwerk, sondern soll Grundlagen für spätere Fusionskraftwerke liefern; die Bundesregierung will das erste kommerzielle Fusionskraftwerk in Deutschland in den 2040er-Jahren in Betrieb sehen.

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