Vier Tote bei Plewen: 20-jähriger Fahrer bleibt in Untersuchungshaft
Laut vorläufigem Gutachten fuhr das Auto mit mehr als 170 km/h, erlaubt waren 70. Das Bezirksgericht Plewen folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Symbolbild · Foto: Powerfox / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das Bezirksgericht Plewen hat einen 20-jährigen Autofahrer in Untersuchungshaft genommen, der beschuldigt wird, am Abend des 8. Oktober auf der Straße zwischen Plewen und dem Dorf Jasen einen Unfall mit vier Toten verursacht zu haben. Der Mann war unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, wo er lange wegen seiner Verletzungen behandelt wurde, für 72 Stunden festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft stuft den Fall als „besonders schwer“ ein; dafür sieht das Gesetz 15 bis 20 Jahre Haft vor.
Ein vorläufiges technisches Gutachten geht von mehr als 170 km/h bei erlaubten 70 km/h aus. Der Abschnitt ist uneben, ohne Markierung und kurvenreich. Die Verteidigung beantragte Hausarrest und verwies auf Alter, fehlende Vorstrafen, Studium und Gesundheitszustand des Beschuldigten.
Das Gericht sah eine reale Fluchtgefahr; sein Gesundheitszustand stehe der Haft nicht entgegen, sofern er medizinisch versorgt werde. Gegen die Entscheidung ist binnen drei Tagen Beschwerde möglich. Dann würde das Berufungsgericht in Weliko Tarnowo am 5. November verhandeln. Es gilt die Unschuldsvermutung.
