Mord an Slawi Binew: Gericht schickt Beschuldigten in Untersuchungshaft
Das Stadtgericht Sofia sieht genügend Beweise und Fluchtgefahr. Die Verteidigung spricht von einer Tat im Affekt. Die Entscheidung kann angefochten werden.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Das Stadtgericht Sofia hat den Beschuldigten im Fall des getöteten Geschäftsmanns Slawi Binew in Untersuchungshaft genommen. Nach Ansicht des Gerichts besteht der begründete Verdacht, dass der Mann im Sofioter Viertel Pawlowo vorsätzlich auf Binews Gesicht geschossen hat. Das Gericht stützte sich auf Zeugenaussagen, ein ballistisches Gutachten, wonach die Projektilteile zur Pistole passen, sowie auf Schmauchspuren an den Händen des Beschuldigten.
Staatsanwalt Marijan Alexandrow sagte, die beiden Männer seien eng befreundet gewesen; Binew habe zwischen Geschäftspartnern vermitteln sollen. Die Verteidigung spricht von einer Tat im Affekt. Das Gericht wies dies zurück, weil der Streit Tage zurücklag. Es sieht Fluchtgefahr, zumal die Ehefrau des Beschuldigten das Land bereits verlassen habe.
Das Gericht verwies zudem auf eine „besondere Dreistigkeit“, da die Schüsse vor Zeugen fielen. Die Entscheidung kann beim Berufungsgericht Sofia angefochten werden. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
