Gekentertes Frachtschiff „Khoryv“ treibt auf Bulgariens Zone zu – Marine schickt Schiff
Das vor Constanța mutmaßlich von einer Drohne getroffene Schiff wird in Bulgariens Verantwortungsgebiet erwartet. Außenministerin Petrowa: Herkunft der Drohnen wird ermittelt.

Symbolbild · Foto: U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Luis R. Chavez / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Das gekenterte Frachtschiff „Khoryv“ dürfte binnen 24 Stunden in das bulgarische Seeverantwortungsgebiet treiben, teilte das Verkehrsministerium in Sofia am Dienstagabend mit. Das Schiff hatte am 23. Oktober nach einem mutmaßlichen Drohnentreffer rund 13 Seemeilen vor dem rumänischen Hafen Constanța einen Notruf abgesetzt. Die Behörden verfolgen seine Bewegung in Echtzeit.
Verkehrsminister Georgi Peew und Verteidigungsminister Dimitar Stojanow berieten über Maßnahmen für die Sicherheit der Schifffahrt. Ein Schiff der bulgarischen Marine soll die „Khoryv“ inspizieren; Seeleute erhalten regelmäßig Navigationswarnungen.
Außenministerin Welislawa Petrowa sagte dem Sender bTV, Bulgarien tue alles, um Beweise für die Herkunft der Drohnen zu sammeln, die Handelsschiffe angegriffen hatten. Der russische Botschafter wurde zu Ministerpräsident Rumen Radew einbestellt. Ein Moratorium für Angriffe auf Handelsschiffe könne ein erster Schritt sein, doch nur ein Ende der Kämpfe in der Ukraine garantiere die Sicherheit in der Region, so Petrowa.
